Von Dr. Christoph Theurer 
11. Dezember 2025
 

Aufsteigende Magensäure, die für unangenehmes Sodbrennen sorgt, möchte niemand gerne aushalten. Spezielle Medikamente, sogenannte Antazida, können die Beschwerden zuverlässig lindern – stehen zuhause, auf Reisen oder insbesondere nachts aber nicht immer zur Verfügung. Für diese Fälle stellt sich die Frage: Was hilft noch gegen Sodbrennen? Gibt es Hausmittel, die die Symptome lindern können? Hier finden Sie hilfreiche Tipps zur Behandlung von Sodbrennen für zuhause – und Informationen dazu, wovon Sie lieber die Finger lassen sollten.

DIE RICHTIGE ERNÄHRUNG ALS NATÜRLICHES MITTEL GEGEN SODBRENNEN

Bei säurebedingten Magenbeschwerden wie Sodbrennen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Entscheidend ist dabei nicht nur, was Betroffene essen, sondern auch wann, wie und wie viel. Während einige Tipps für die meisten Menschen hilfreich sind, gibt es auch Bereiche, die individuell betrachtet werden müssen.

OMAS HAUSMITTEL BEI SODBRENNEN – WAS SOLLTEN WIR ESSEN UND WAS NICHT?

Welche Lebensmittel bei Sodbrennen vermehrt gegessen oder vermieden werden sollen, kann von Person zu Person ein wenig unterschiedlich sein. Daher ist es hilfreich, die eigenen Essgewohnheiten zu beobachten und zu notieren, nach welchen Mahlzeiten die Beschwerden häufiger auftreten und bei welchen Lebensmitteln sie vielleicht sogar gänzlich ausbleiben. Sogenannte Trigger-Lebensmittel, die häufig Sodbrennen auslösen, sollten dann im besten Fall vom Speiseplan verschwinden. Das können zum Beispiel folgende sein: 

  • Zitrusfrüchte und Tomaten: Diese eigentlich gesunden Lebensmittel haben einen hohen Säureanteil und können die Entstehung von Sodbrennen dadurch begünstigen.
  • Schokolade: Die Süßigkeit verringert den Druck in dem Muskel, der den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre normalerweise verhindert.
  • Fettreiche, frittierte oder stark gewürzte Speisen: Fast Food und besonders salziges oder scharfes Essen belasten den Magen und reizen die Schleimhäute.
  • Getränke mit Kohlensäure: Das CO₂ erhöht den Druck im Magen und kann so einen Reflux auslösen.
  • Alkohol: Auch ein „Verdauungsschnaps“ ist bei Sodbrennen keine gute Idee. Bei „zu viel Magensäure“ bzw. aufsteigender Magensäure ist dieses „Hausmittel“ sogar kontraproduktiv.2

Ist die Ernährung für das Sodbrennen verantwortlich, empfiehlt es sich, die eigenen Essgewohnheiten zu beobachten und die Ernährung individuell anzupassen.

WEITERE TIPPS ZUR ERNÄHRUNG BEI SODBRENNEN

Steht der Sodbrennen-freundliche Speiseplan, gibt es noch einige andere Maßnahmen, die dabei helfen können, die Beschwerden zu lindern. Häufiger kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen, ist verträglicher für den Magen als einzelne, große Portionen – das Sättigungsgefühl sollte nicht übergangen werden. Langsam zu essen, hilft dabei, zu bemerken, wenn man satt ist – und verringert gleichzeitig die Gefahr, einen Reflux zu bekommen.3

Auch ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen4 kann für die bei Sodbrennen wahre Wunder wirken. Grundsätzlich ist es ratsam, sich nach dem Essen nicht direkt hinzulegen. Wer zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen zwei bis drei Stunden wartet, gibt dem Körper Zeit, die Nahrung zu verdauen – so lässt sich Sodbrennen nachts oft schon ganz ohne Hausmittel verhindern.5

GEWOHNHEITEN ÄNDERN UND SODBRENNEN VERMEIDEN

Wer gelegentlich unter einem Reflux oder Sodbrennen leidet, ist nicht unbedingt ernsthaft krank. Manchmal ist auch unser Lebensstil der Auslöser für die Beschwerden. Neben der Ernährung spielen auch das Körpergewicht und das Aktivitätslevel sowie Genussmittel wie Zigaretten eine Rolle.

WELCHER ZUSAMMENHANG BESTEHT ZWISCHEN ÜBERGEWICHT UND SODBRENNEN?

Studien bestätigen, dass das Körpergewicht, genauer gesagt der BMI, eng damit zusammenhängt, ob Menschen an Sodbrennen leiden oder nicht. Wer Übergewicht, also einen BMI zwischen 25 und 30, hat, trägt ein höheres Risiko für säurebedingte Magenschmerzen, bei Adipositas mit einem BMI über 30 steigt das Risiko sogar noch weiter. Besonders problematisch ist das Bauchfett – durch den erhöhten Druck auf den Magen kommt es deutlich häufiger zu Symptomen von Sodbrennen.6 Bei gewichtsbedingtem Sodbrennen helfen langfristig keine Hausmittel und Tricks – Betroffene sollten abnehmen, damit sich die Beschwerden bessern oder möglicherweise ganz verschwinden.7

Gesunde Ernährung und ausreichend Sport können helfen, das eigene Gewicht zu reduzieren. Bewegung wirkt sich dabei zusätzlich positiv auf das Sodbrennen aus. Wer mindestens einmal pro Woche für 30 Minuten aktiv ist, verringert das Risiko für Reflux-Symptome. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Während moderate Aktivität helfen kann, Sodbrennen zu bessern, ist zu viel Sport auch keine Lösung.8

LEIDEN RAUCHER HÄUFIGER UNTER SODBRENNEN?

Tatsächlich sind Menschen, die viel rauchen, anfälliger für Sodbrennen, dieses klar als Risikofaktor für Refluxbeschwerden gilt. Wer sich aber entscheidet, mit den Zigaretten Schluss zu machen, tut dem Körper auf jeden Fall einen Gefallen – und hat gute Chancen, damit auch die unangenehmen Symptome zu mildern oder loszuwerden.

SODBRENNEN NACHTS: HAUSMITTEL FÜR BESSEREN SCHLAF

Viele Betroffene klagen vorrangig nachts über Sodbrennen, das sie belastet und häufig sogar den Schlaf raubt. Das hat einen guten Grund: Im Liegen kommt es durch die horizontale Lage häufiger zu Reflux, da der Mageninhalt und insbesondere die reizende Magensäure leichter in die Speiseröhre gelangen. Dafür gibt es eine relativ einfache Lösung: die Schlafposition verändern.

Dafür gibt es zwei erprobte Methoden: Wer vorrangig auf der Seite schläft, sollte sich am besten für die linke Seite entscheiden. Wer auf der linken Körperhälfte liegt, hat nur etwa halb so oft mit Sodbrennen zu kämpfen, wie Menschen, die auf ihrer rechten Seite schlafen.9 Verantwortlich dafür ist unsere Anatomie. Denn der Magen sitzt nicht mittig in unserem Körper, sondern liegt etwas mehr auf der linken Seite, sodass die Speiseröhre von rechts in den Magen mündet. Wenn wir auf der linken Seite liegen, ist die Speiseröhre also oberhalb des Magensäurepegels – das verringert die Gefahr, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Kopf beim Schlafen im Vergleich zum restlichen Körper etwas zu erhöhen – diese Variante ist besonders für Menschen geeignet, die am liebsten auf dem Rücken schlafen. In dieser halbsitzenden Position zu schlafen, sorgt ebenfalls dafür, dass Magensäure weniger leicht in die Speiseröhre aufsteigen kann. Am besten ist es, spezielle Keilkissen zu nutzen, um wie auf einer schiefen Ebene zu liegen – normale Kopfkissen zu stapeln, bringt wegen des falschen Winkels oft nicht den gewünschten Effekt.10

WAS TUN, WENN HAUSMITTEL GEGEN SODBRENNEN NICHT WEITERHELFEN?

Je nachdem, wodurch das Sodbrennen ausgelöst wurde, kann es vorkommen, dass alle Hausmittel und Verhaltensänderungen nichts nützen und die Beschwerden bestehen bleiben. In diesen Fällen ist es ratsam, sich in der Apotheke rezeptfreie Produkte gegen Sodbrennen zu besorgen. Antazida wie die Kautabletten von Rennie® sind hier eine gute Wahl. Sollten die Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen oder immer wieder auftreten, sollten diese ärztlich untersucht werden.

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