Medikamente gegen Sodbrennen

 

Grundsätzlich unterscheidet man bei Mitteln gegen Sodbrennen drei Gruppen: Antazida, Refluxsuppressiva, PPIs. Wann welches Mittel gegen Sodbrennen am besten zum Einsatz kommt, lesen Sie hier.

 

Antazida gegen Sodbrennen: machen Magensäure weniger sauer

WIE WIRKEN ANTAZIDA?

Antazida sind basische Substanzen: Basen sind genau das Gegenteil von Säuren und können saure Lösungen, wie die überschüssige Säure bei Sodbrennen in der Speiseröhre, neutralisieren. Dies heißt nicht, dass Antazida die Magensäure völlig neutralisieren; schließlich ist die Magensäure für den Verdauungsvorgang enorm wichtig. Sie schaffen es jedoch, die Säure weniger aggressiv für die Speiseröhre zu machen.

WIE DOSIERE ICH ANTAZIDA BEI SODBRENNEN?

Die Dosierung von Antazida als Mittel gegen Sodbrennen erfolgt in der Regel nach Bedarf. In vielen Fällen wird die Einnahme etwa 30 bis 60 Minuten nach dem Essen nötig. Bei Sodbrennen in der Nacht können Antazida auch vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Bitte klären Sie Ihre individuelle Dosierung mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

WELCHES ANAZIDUM IST DAS RICHTIGE FÜR MICH?

Rennie® enthält eine bewährte Wirkstoffkombination aus Calcium- und Magnesiumcarbonat. Es ist sehr gut verträglich und neutralisiert die überschüssige Säure schnell und zuverlässig. Dank der Wirkstoffe, die auch in der Natur vorkommen, ist Rennie® auch zur Behandlung von säurebedingten Beschwerden in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet. Talcid® ist ein modernes Antazidum. Der enthaltene Wirkstoff Hydrotalcit bewirkt nicht nur eine schnelle und kontrollierte Neutralisation der Magensäure, er aktiviert auch körpereigene Faktoren, welche die Magenschleimhaut schützen und stärken.*

* Experimentelle Untersuchungen. Tarnawski A. et al., Curr Pharmaceutical Design 2013; 19: 126-132

 

WELCHE NEBENWIRKUNGEN KÖNNEN BEI ANTAZIDA MÖGLICHERWEISE AUFTRETEN?

Bei längerer Anwendung von Antazida kann es zu einer Veränderung des Mineralstoffhaushalts kommen. Sehr selten können allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen oder allergischer Schock) sowie Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall) auftreten. Zudem verhindern säurebindende Mittel die Aufnahme von anderen Medikamenten im Körper. Meist ist ein Einnahmeabstand von rund zwei Stunden nötig, um dies zu verhindern.

 

Refluxsuppressiva bilden eine Art Deckel auf dem Mageninhalt

WIE WIRKEN REFLUXSUPPRESSIVA GEGEN SODBRENNEN?

Hier kommen Alginate zum Einsatz. Alginate bilden nach Säurekontakt eine gelartige Schicht. Durch dieses Gel, das auf dem Mageninhalt schwimmt, kann das Aufsteigen von saurem Mageninhalt verhindert werden.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN KÖNNEN BEI ALGINATEN MÖGLICHERWEISE AUFTRETEN?

Bei der Einnahme von Alginaten wurden allergische Reaktionen als unerwünschte Wirkungen beobachtet.

 

PPI verringern die Säuremenge im Magen

WIE WIRKEN PPI-MEDIKAMENTE

Protonenpumpeninhibitoren – kurz PPI – hemmen die Säureproduktion am Ursprungsort. Sie verhindern, dass die dafür verantwortlichen Zellen im Magen Säure produzieren. PPIs drosseln dabei die Magensäureproduktion enorm – zumindest so lange, wie die Arzneimittel wirken. Danach nehmen die Zellen wieder ihre Funktion auf.

PPI: HILFE BEI STARKEM SODBRENNEN

PPI kommen im Regelfall nur bei häufigem und starkem Sodbrennen sowie saurem Aufstoßen zum Einsatz, wenn die Symptome einen starken Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten nehmen (z. B. im Rahmen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit).

 

Welche Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von PPI möglicherweise auf?

Medikamente

Bei der Einnahme von PPIs kann es unter anderem zu folgenden unerwünschten Beschwerden kommen:

  • KOPFSCHMERZEN
  • VERDAUUNGSBESCHWERDEN
  • BAUCHSCHMERZEN
  • HÖHERES RISIKO FÜR MAGEN-DARM INFEKTIONEN

 

Unser Tipp: Wenn Sie unter Sodbrennen leiden, sollten Sie nicht nur geeignete Medikamente gegen Sodbrennen einnehmen, sondern auch auf Ihre Ernährung achten. Bestimmte Lebensmittel können die Beschwerden verstärken.

Produktsortiment

 

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